KUNSTBRÜCKE ZWISCHEN SPANIEN UND SIBIRIEN IN WESTFALEN. REISE DURCH DIE REGION KRASNOYARSK.

 

Im Rahmen des Dualjahres „Spanien-Russland – Russland-Spanien“ und durch Einladung des Ministers für Kunst und Kultur der Region Krasnoyarsk, Gennady Rukcha sowie des Künstlerverbandes von Krasnoyarsk/Russland, und auf Grund der Auswahl, Vermittlung und Organisation des in Erwitte (NRW) lebenden spanischen Künstlers, Galeristen, Kurators und Gründer der Kunstbrücke Westfalen-Sibirien José S. Ocón, stellen zur Zeit außer Ocón, acht weitere Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Teilen Spaniens, zum ersten Mal in Sibirien/Russland aus.
Die erste Ausstellung, die ausschließlich der Kunst aus Spanien gewidmet ist, wurde am 9. August in der Hauptstadt Krasnoyarsk, in den Räumen des Künstlerverbandes, in Anwesenheit von Presse, Radio, TV, Vertretern der Regierung, Museen, Stadt sowie ca. 500 Besuchern, eröffnet.
Die zweite Präsentation, an der auch russische, überwiegend sibirische Künstler beteiligt sind, wurde am 13. August im Museum der Stadt Nazarovo, die in diesem Jahr Kulturhauptstadt der Region Krasnoyarsk ist, eröffnet.
Die Einladung des zuvor genannten Ministers an Ocón und seiner spanischen Kollegen, galt nicht nur der Präsentation ihrer Kunst, sondern schloss einen zweiwöchigen Aufenthalt in Krasnoyarsk ein. Leider wurde diese großzügige Einladung außer von Ocón (der zum 7. Mal nach Sibirien reiste), nur von zwei weiteren Künstlern und drei Begleitpersonen aus Spanien angenommen. Die sechsköpfige spanische Gruppe konnte sich in Sibirien einer sehr großen Aufmerksamkeit der Medien sowie von Vertretern der Politik, Kultur und Wirtschaft sowie der Bevölkerung erfreuen.
Dank Ocóns Popularität in Krasnoyarsk, wurden die Gäste aus Spanien in den Ateliers seiner Künstlerfreunde, in Kunstakademien, Museen und anderen künstlerisch-kulturellen Einrichtungen, sehr freudig empfangen und bewirtet.
Und bei der ca. 1500 km langen Reise durch den südwestlichen Teil der Region Krasnoyarsk, bis hin zur Grenze zur Republik Chakasien konnte die Gruppe das erleben, was in der Regel Touristen verborgen bleibt, nämlich der Besuch von Kultstätten der Skythen (Vorfahren der Sibirier), die Teilnahme an einem Volksfest zu Erntebeginn, Barbecues mitten in der Taiga, der Besuch des Kohletagesabbau von Nazarovo (wovon es nur zwei in Russland gibt), der Besuch eines Großfischzuchtbetriebes (eines der drei in Russland), der Empfang durch eine Musikergruppe in Landestracht mir traditionellen Brot und Salz in einer Straßenkreuzung auf dem Weg in die Stadt Scharipowa, sowie vor allem überall große Sympathie und die sprichwörtliche russische Gastfreundschaft genießen. Die Gäste aus Spanien haben diese unvergesslichen Erlebnisse, der monatelangen Vermittlungstätigkeit von José S. Ocón sowie den Verantwortlichen im Ministerium für Kunst und Kultur von Krasnoyarsk, und den jeweiligen Organisatoren sowie Künstlerkollegen und Betreuern vor Ort zu verdanken.
José S. Ocón, Erwitte-Horn, Anfang September 2011